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Balkonkraftwerk anmelden

Viele fragen sich: Muss man ein Balkonkraftwerk anmelden? Hier erklären wir Schritt für Schritt, was im Marktstammdatenregister eingetragen werden muss und was danach beim Netzbetreiber passiert.

  • ✔ Anmeldung einfach erklärt
  • ✔ Marktstammdatenregister Schritt für Schritt
  • ✔ Stromzähler und Netzbetreiber verständlich erklärt

Muss man ein Balkonkraftwerk anmelden?

Ja. Auch kleine Balkonkraftwerke müssen in Deutschland angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt im sogenannten Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur.

Dabei handelt es sich um ein zentrales Register, in dem alle Stromerzeugungsanlagen in Deutschland erfasst werden.

Wichtig:
Auch steckfertige Balkonkraftwerke mit 800 Watt Einspeiseleistung müssen im Marktstammdatenregister eingetragen werden.

Wo meldet man ein Balkonkraftwerk an?

Die Anmeldung erfolgt online über das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

www.marktstammdatenregister.de

Die Registrierung ist kostenlos und dauert normalerweise nur wenige Minuten.

Schritt für Schritt Anleitung

1. Konto im Marktstammdatenregister erstellen

Zuerst wird ein Benutzerkonto im Marktstammdatenregister angelegt.

2. Balkonkraftwerk registrieren

Danach wird das Balkonkraftwerk als Stromerzeugungsanlage eingetragen.

3. Technische Daten eintragen

Typische Angaben sind:

  • Leistung des Wechselrichters
  • Anzahl der Solarmodule
  • Installationsort

Erhält der Netzbetreiber automatisch eine Meldung?

Wenn ein Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister eingetragen wird, kann der zuständige Netzbetreiber diese Registrierung einsehen.

Viele Netzbetreiber erhalten automatisch eine Information über neue Stromerzeugungsanlagen in ihrem Netzgebiet.

In vielen Fällen reicht deshalb die Registrierung im Marktstammdatenregister aus.

Warum der Netzbetreiber manchmal den Stromzähler tauscht

Nach der Anmeldung prüft der Netzbetreiber häufig, welcher Stromzähler im Haushalt installiert ist.

In älteren Gebäuden befindet sich oft noch ein sogenannter Ferraris-Zähler. Das ist der klassische schwarze Stromzähler mit einer sichtbaren Drehscheibe.

Diese Zähler wurden ursprünglich für Haushalte ohne eigene Stromerzeugung entwickelt.

Wenn ein Balkonkraftwerk Strom ins Hausnetz einspeist, kann ein solcher Zähler theoretisch rückwärts laufen.

Warum Ferraris-Zähler ausgetauscht werden:
  • Sie können bei Einspeisung rückwärts laufen
  • Sie messen Einspeisung nicht korrekt
  • Moderne digitale Zähler erfassen Stromflüsse korrekt

Deshalb tauschen Netzbetreiber alte Ferraris-Zähler oft gegen einen modernen digitalen Stromzähler aus.

Der Austausch erfolgt normalerweise automatisch und verursacht für Betreiber eines Balkonkraftwerks keine zusätzlichen Kosten.

Welche Frist gibt es für die Anmeldung?

Die Registrierung sollte möglichst direkt nach der Installation des Balkonkraftwerks erfolgen.

Wer seine Anlage nicht registriert, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Warum müssen Balkonkraftwerke überhaupt registriert werden?

Die Registrierung hilft den Behörden, einen Überblick über Stromerzeugungsanlagen zu behalten.

Auch kleine Anlagen können Einfluss auf das Stromnetz haben, deshalb werden sie zentral erfasst.

Fazit

Die Anmeldung eines Balkonkraftwerks ist heute sehr einfach.

In den meisten Fällen genügt eine kurze Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Der Netzbetreiber kann die Registrierung einsehen und prüft gegebenenfalls den vorhandenen Stromzähler.

Falls noch ein alter Ferraris-Zähler installiert ist, wird dieser meist gegen einen digitalen Stromzähler ersetzt.